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WLAN

Aus GNUBLIN

Schwierigkeitsgrad Voraussetzung Gnublin Familie
Gnublin logo easy.png Einfache Kommandozeile, Netzwerk Grundwissen Alle


Inhaltsverzeichnis



Möchte man auf den internen Webserver von einem Smartphone oder Browser aus zugreifen, oder soll Gnublin Daten an einen Server senden, kommt man um eine Internetverbindung nicht herum. Möchte man kein Kabel verwenden bietet sich hier WLAN optimal an. Kennt man sich nicht so gut mit Linux aus, empfiehlt es sich einen empfohlenen WLAN-Adapter welche auch z.T. im Online-Shop von Gnublin verfügbar sind zu verwenden.

Gnublin-wlan.JPG


Der Artikel bezieht sich auf die Verwendung der Gnublin Distribution (Für Anfänger). Die Fortgeschrittenen können aber ebenfalls mit dem veralteten eldk-rootfs arbeiten und sollten ebenfalls zum selben Ergebnis kommen.

Bevor man den USB zu WLAN Adapter an Gnublin anschließt, muss der Jumper "Host" gebrückt sein und der Jumper J1 auf Position "H" stecken. Siehe auch die Beschreibung der Jumper hier.

Für Anfänger mit Programm gnublin-wlan

Für eine einfache Konfiguration der WLAN Schnittstelle existiert in der neuesten Version der Gnublin Distribution (ab 20.2.13) das Programm gnublin-wlan. Das Programm wird folgendermaßen aufgerufen:

gnublin-wlan -s "<SSID>" -k "<Schlüssel>" -t <dhcp/static>

Wobei <SSID> der Name des Acces-Points ist und <Schlüssel> der WLAN Schlüssel ist (wep/wpa/wpa2). Nach dem Parameter -t kann man einstellen ob man eine statische IP-Adresse (static) einstellen will, oder eine IP-Adresse automatisch beziehen will (dhcp).

Will man die IP-Adresse statisch einstellen so kann man mit dem Parameter -i die IP-Adresse bestimmen und mit dem Parameter -g die Gateway-Adresse (IP-Adresse des Routers).


Für Anfänger über Terminal

Besitzt man den ASUS WL-167g v3 so ist das Herstellen einer funktionierenden Internetverbindung in folgende Schritte eingeteilt:

  1. Anstecken des WLAN Adapters
  2. Verschlüsselungsspezifische Konfiguration
  3. Verbindung zum Access Point herstellen

Die Gnublin Distribution ist von Haus aus so eingestellt, dass dieser spezielle Stick erkannt wird und das benötigte Modul inkl. Firmware automatisch geladen wird, sobald man ihn ansteckt. Man muss lediglich den folgenden Befehl eintippen um den Stick zu "aktivieren".

Sollte man den neuen WLAN Stick (ganz kurzer) verwenden muss man zuvor noch den Treiber laden:

modprobe 8188eu

Jetzt sieht man das Interface:

ifconfig wlan0 up

Möchte man die Acces-Point Namen in der näheren Umgebung gelistet haben, so kann man folgendes Kommando verwenden:

iwlist wlan0 scan

Die Verschlüsselungsspezifische Konfiguration befindet sich im Abschnitt Netzwerksicherheit im Themenblock "Für Fortgeschrittene". Diese Konfiguration muss einmalig vorgenommen werden.

Nach der verschlüsselungsspezifischen Konfiguration kann man automatisch eine Netzwerkadresse mit folgendem Befehl beziehen:

dhclient wlan0

Nachdem der Befehl erfolgreich ausgeführt wurde, kann man direkt versuchen eine Internetseite anzupingen:

ping www.google.de

Die Ausgabe sollte wie folgt aussehen:

PING www.google.de (173.194.69.94): 56 data bytes 64 bytes from 173.194.69.94: seq=0 ttl=50 time=39.975 ms 64 bytes from 173.194.69.94: seq=1 ttl=50 time=38.633 ms

Hinweis: Falls man einen anderen WLAN-Stick besitzt, sollte man sich die Anleitung für Fortgeschrittene ansehen, da eventuell zusätzliche Konfigurationen nötig sind.

Für Fortgeschrittene

Vorgehensweise

Los gehts mit der Einrichtung der WLAN Verbindung.

Im wesentlichen besteht die Konfiguration aus drei Schritten:

  1. Hardware erkennen und Linux Treiber aktivieren
  2. Wireless-Verbindung zum Access-Point aufbauen (abhängig von Sicherheitsstufe wie WEP, WPA/WPA2, etc.)
  3. Einrichten der Netzwerkverbindung in das Internet

Hinweis: Mit dem Stick aus dem Shop kann man direkt wie in dem Film beschrieben starten. Man muss sich nur zuvor die passende config-wpa oder config-wpa2 Datei zurecht legen. Mehr dazu findet man etwas weiter unten auf dieser Seite.

Erkennen des USB-Sticks

Nach dem Anstecken sollte auf der Konsole folgendes erscheinen:

usb 1-1: new high speed USB device using lpc-ehci and address 3 usb 1-1: New USB device found, idVendor=0b05, idProduct=1791 usb 1-1: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=3 usb 1-1: Product: ASUS WL-167G V3 usb 1-1: Manufacturer: Manufacturer Realtek usb 1-1: SerialNumber: 00e04c000001

Bzw. kann man mit dem Befehl lsusb prüfen, welche USB-Geräte angeschlossen sind:

lsusb

Das Ergebnis lautet:

Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub
Bus 001 Device 003: ID 0b05:1791 ASUSTek Computer, Inc.

oder ähnlich!

Um erfolgreich weiter machen zu können, muss man sich unbedingt sicher sein, was für ein Chip im WLAN Adapter steckt. Leider wechseln hier die Hersteller öfters intern den Chip. Eine Liste der getesteten WLAN-Adapter kann man in der Hardware Datenbank einsehen.

ASUS WL-167g v1 oder v2

Bus 001 Device 008: ID 0b05:1706 ASUSTek Computer, Inc. WL-167G 802.11g Adapter [ralink]

Modul: rt2500usb

modprobe rt2500usb

ASUS WL-167g v3

Bus 001 Device 003: ID 0b05:1791 ASUSTek Computer, Inc.

Modul: r8712u

Die WLAN-Karte benötigt zusätzlich zum Treiber noch eine Firmware, welche dynamisch beim Laden des Treibers in den Chip des WLAN-Adapters übertragen wird. Am besten verwendet man den mit der Gnublin Version 1.1 bis 1.3 bei 8 MB RAM (Standardversion) den fertigen Kernel mit den integrierten Treibern samt Firmware: [1].

Diese Firmware ist ebenfalls in der Gnublin Distribution enthalten und nach dem Installationsprozess fest in den Kernel eingebaut.


TP-LINK TL-WN725N V.2

Gnublin wlan tp linn150.jpeg

Chip: rtl8188eu Der Treiber für diesen Wlan-Adapter ist in der aktuellen version des Kernel enthalten und muss mit

modprobe 8188eu

geladen werden. Anschließend kann der Stick verwendet werden.

Netzwerk konfigurieren

Aktivieren der Netzwerkschnittstelle

ifconfig wlan0 up

Suchen nach verfügbaren Netzwerken

iwlist wlan0 scan

Abhängig von der Konfiguration des lokalen WLAN's geht es jetzt weiter. Nach der Einrichtung der Verbindung zum Wireless-Router (abhängig von der Sicherheitsstufe: Offen, WEP oder WPA/WPA2 wird anschliessend wieder allgemein beschrieben wir man die IP Verbindung ins Internet herstellt.

Netzwerksicherheit

Offenes WLAN

iwconfig wlan0 mode managed essid "access-point-name"

Weiter gehts unten im Abschnitt Allgemeine Netzwerkeinstellungen.

WEP

Entsprechenden Access-Point heraussuchen:

iwconfig wlan0 mode managed essid "access-point-name" key WEP-SCHLÜSSEL

Weiter gehts unten im Abschnitt Allgemeine Netzwerkeinstellungen.

WPA und WPA2

Für die Verbdindung legt man sich am besten eine Konfigurationsdatei conf-wpa oder conf-wpa2 an (einfach mit vi conf-wpa oder vi conf-wpa2 die Datei erstellen und anschließend die spezifische Konfiguration eintragen):

WPA (conf-wpa)

network={
    ssid="meineessid"
    key_mgmt=WPA-PSK
    proto=WPA
    pairwise=CCMP TKIP
    group=CCMP TKIP
    psk="meinschluessel"
}

oder WPA2 (conf-wpa2)

network={
    ssid="meineessid"
    key_mgmt=WPA-PSK
    proto=WPA2
    pairwise=TKIP CCMP
    group=TKIP CCMP
    psk="meinschluessel"
}

Es muss das Feld ssid und psk jeweils mit den eigenen Werten ausgefüllt werden.

Anschliessend kann man den WPA Daemon starten, welcher die gesicherte Verbindung zum Router aufrecht erhält.

wpa_supplicant -Dwext -i wlan0 -c conf-wpa -dd -B

oder

wpa_supplicant -Dwext -i wlan0 -c conf-wpa2 -dd -B

Weiter gehts unten im Abschnitt Allgemeine Netzwerkeinstellungen.

Allgemeine Netzwerkeinstellungen

Für Anfänger

Netzwerkadresse automatisch beziehen mit Debian-Rootfs:

dhclient wlan0

Netzwerkadresse automatisch beziehen mit ELDK-rootfs:

udhcpc -i wlan0

Für Fortgeschrittene

Netzwerkadresse manuell vergeben:

ifconfig wlan0 192.168.1.7

Default Gateway einrichten:

route add default gw 192.168.1.1

Einen Nameserver Gnublin bekannt geben:

cat /etc/resolv.conf
echo "nameserver 192.168.0.1" >> /etc/resolv.conf

Oder einen öffentlichen Nameserver wie den von Google:

echo "nameserver 8.8.8.8" >> /etc/resolv.conf

Jetzt sollte man ohne Probleme irgendeinen beliebigen Server im Internet pingen können:


root@gnublin:/etc# ping www.google.de PING www.google.de (173.194.69.94): 56 data bytes 64 bytes from 173.194.69.94: seq=0 ttl=50 time=39.975 ms 64 bytes from 173.194.69.94: seq=1 ttl=50 time=38.633 ms

Mit STRG-C kann man dies abbrechen.

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