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Dieser Artikel bezieht sich auf die Verwendung der Gnublin Distribution oder auf das veraltete ELDK-Root-Filesystem. Der einzige Unterschied ist das Beziehen der IP-Adresse per DHCP (siehe 3.Schritt). Der Ablauf ist für Anfänger und für Fortgeschrittene geeignet und unterscheidet sich bis auf den oben genannten Unterschied nicht.

Lan asix.jpg

Möchte man sich an ein Netzwerk mit einem RJ45 Kabel anschliessen benötigt man einen USB zu LAN Adapter. Im Handel existieren hierfür einige dieser Adapter.

Bevor man den USB zu LAN Adapter an Gnublin anschließt, muss der Jumper "Host" gebrückt sein und der Jumper J1 auf Position "H" stecken. Siehe auch die Beschreibung der Jumper im Artikel GNUBLIN-Standard.

Der Linux Kernel bietet für viele Adapter die Treiber an. Man muss nur einmal herausfinden, was für einen Treiber man benötigt. Das geht wie folgt beschrieben.


Schritt: Herausfinden, welcher Chip sich im USB LAN Adapter befindet

Rein äußerlich betrachtet gibt es viele verschiedene LAN Adapter für USB, jedoch werden im Wesentlichen nur ein paar unterschiedliche Controller in all diesen Adaptern verbaut. Als erstes muss man daher herausfinden, was für ein Controller sich in dem vorliegenden Adapter befindet. Das Einfachste was man machen kann, ist den Adapter kurz an einen PC/Laptop mit Linux anzustecken und dort zu schauen, welcher Treiber geladen wird.

dmesg

Ergibt eventuell diese Ausgabe:

[ 5806.220338] usb 1-3.1.2: reset full speed USB device using ehci_hcd and address 18 [ 5806.331136] usb 1-3.1.2: cp210x converter now attached to ttyUSB0 [ 5809.070341] usb 1-3.1.1: new high speed USB device using ehci_hcd and address 19 [ 5810.093130] asix 1-3.1.1:1.0: eth1: register 'asix' at usb-0000:00:1d.7-3.1.1, ASIX AX88772 USB 2.0 Ethernet, fc:75:16:cf:6b:7f [ 5810.093466] usbcore: registered new interface driver asix

Das Wesentliche ist das Wort nach der Zeile usbcore: registered new interface driver. Dies ist der Name des Treibers. Alternativ könnte hier auch pegasus oder etwas anderes stehen.

Das Wort ist der Treibername, welchen man im nächsten Schritt benötigt.

Schritt: Treiber laden

In unserem Fall mit dem Adapter Lan_asix aus dem Shop lädt man den Treiber wie folgt:

modprobe asix

Als Ausgabe erhält man:

eth0: register 'asix' at usb-lpc-ehci.0-1, ASIX AX88772 USB 2.0 Ethernet, fc:75:16:cf:6b:7f
usbcore: registered new interface driver asix


Möchte man den Treiber immer nach dem Starten laden trägt man ihn in die Datei /etc/modules ein. Untereinander folgen alle sogenannten Kernel Module die nach dem Laden geladen werden sollen. Die Datei ist normalerweise leer. Pro Zeile wird ein Treiber eingetragen (Treibername).

Jetzt ist die Netzwerkschnittstelle verfügbar. Man muss nur noch die Netzwerkverbindung einrichten.

Mit dem Befehl ifconfig -a sieht man alle Netzwerkschnittstellen, die im Linux System verfügbar sind.

Nicht für jeden Chipsatz ist der benötigte Treiber vorkompiliert. Sollte eine Fehlermeldung wie z.B. FATAL: Module mcs7830 not found. erscheinen, so muss man den Treiber selbst kompilieren.


Hinweis DLINK DUB-E100: Es gibt hier zwei Modelle. Ein sehr wesentlich mehr verbreitetes, dass mit dem Modul asix geht. Bei einem weiteren Modell muss man den Kernel Treiber mit der USB ID anpassen. Dann geht dieses Modell auch: http://www.grinkin.ru/dlink-DUB-E100.html

Schritt: Netzwerk einrichten

Am einfachsten kommt man zu einer Netzwerkkonfiguration per DHCP.

Ein DHCP Client verbirgt sich hinter folgendem Befehl (Debian-Rootfs):

dhclient eth0

Ein anderer DHCP Client verbirgt sich hinter folgendem Befehl (ELDK-Rootfs):

udhcpc eth0

Ergibt die Ausgabe:

root@gnublin:~# udhcpc eth0 udhcpc (v1.17.3) started Setting IP address 0.0.0.0 on eth0 eth0: link up, 100Mbps, full-duplex, lpa 0x45E1 Sending discover... eth0: link up, 100Mbps, full-duplex, lpa 0x45E1 Sending discover... Sending select for 192.168.0.160... Lease of 192.168.0.160 obtained, lease time 864000 Setting IP address 192.168.0.160 on eth0 Deleting routers Adding router 192.168.0.1 Recreating /etc/resolv.conf Adding DNS server 192.168.0.1 root@gnublin:~#


Für einen Schnelltest kann man einen Server aus dem Internet "an pingen":

root@gnublin:~# ping www.google.de PING www.google.de (173.194.70.94): 56 data bytes 64 bytes from 173.194.70.94: seq=0 ttl=50 time=58.441 ms 64 bytes from 173.194.70.94: seq=1 ttl=50 time=43.204 ms

Mit Strg-C bricht man den Ping Befehl wieder ab.

Soll die Konfiguration statisch hinterlegt werden, so macht man dies in der Datei /etc/network/interfaces

iface eth0 inet static
        address 192.168.0.2
        netmask 255.255.255.0
        network 192.168.0.0
        gateway 192.168.0.1

Bzw. soll die IP-Adresse inkl. Netzwerkkonfiguration automatisch per DHCP bezogen werden sieht der Eintrag so aus:

iface eth0 inet dhcp
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