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GNUBLIN unter Linux

Aus GNUBLIN

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Unter Linux gibt es mehrere Terminal Programme. An dieser Stelle sollen die folgenden zwei beschrieben werden.

  • picocom (Konsolenanwendung)
  • gtkterm (grafische Anwendung)‎

picocom (Konsolenanwendung)

Man kann picocom wie gewohnt über die Softwareverwaltung oder über die Konsole mit folgendem Befehl installieren.

sudo apt-get install picocom

Um sich nun mit dem GNUBLIN-Board zu verbinden, müssen picocom zwei Parameter mitgegeben werden:

  • die Baudrate
  • und die zu verwendende Schnittstelle (das Device).

Normalerweise ist das Device unter /dev/ttyUSB0 zu finden. Es kann aber vorkommen, dass dem Device eine andere Nummer, z.B. ttyUSB1, zugewiesen wird.

Um herauszufinden, welche Nummer dem Device zugewiesen wurde, rufen Sie einfach dmesg in der Konsole auf, nachdem Sie das GNUBLIN-Board per USB-Kabel mit dem PC verbunden haben:

dmesg
...
[ 4073.033436] usb 3-1.4: cp210x converter now attached to ttyUSB0
...

Um die Verbindung zum GNUBLIN-Board herzustellen, kann man picocom mit root-Rechten (schnell und einfach) oder mit normalen Rechten (schwieriger, aber sicherer) starten:

Picocom mit root-Rechten

Da das Device normalerweise nicht von gewöhnlichen Benutzern geöffnet werden darf, ist es am einfachsten, picocom mit root-Rechten zu starten:

sudo picocom -b 115200 /dev/ttyUSB0

Der Parameter -b 115200 legt eine Baudrate von 115200 bit/s fest.

Ist das Terminal gestartet, kommen normalerweise ein paar Bootmeldungen. Sollte man nichts sehen, drückt man einfach einmal ENTER, dann sollte der Login auftauchen:

gnublin login:

Das Terminal kann man mit einer der folgenden Tastenkombinationen wieder beenden:

strg + a + x
strg + a + q

Picocom mit normalen Rechten

Alternativ zum Start von picocom mit root-Rechten ist es möglich, den aktuellen Benutzer zur gleichen Gruppe hinzuzufügen, zu der auch das Device gehört. Dann sind für picocom keine root-Rechte erforderlich.

Eigene Gruppenzugehörigkeit anpassen

Die Schritte 1 bis 4 sind nur einmalig auszuführen. Danach kann picocom immer ohne root-Rechte gestartet werden.

1. Herausfinden, zu welcher Benutzergruppe das Device gehört:

ls -l /dev/ttyUSB0
crw-rw---- 1 root dialout 188, 0 Feb 8 15:38 /dev/ttyUSB0

Man sieht, dass das Device ttyUSB0 zur Benutzergruppe dialout gehört.

2. Den aktuellen Benutzer zur dialout-Gruppe hinzufügen:

sudo adduser Benutzer dialout

Für Benutzer muss man den aktuellen Benutzernamen einsetzen.

3. Damit die geänderte Einstellung wirksam wird, muss man sich einmal vom System ab- und wieder anmelden.

4. Die eigene Gruppenzugehörigkeit überprüfen:

id -n -G
... adm dialout cdrom sudo ...

In der Auflistung findet sich jetzt u. a. auch die dialout-Benutzergruppe.

picocom starten und beenden

Picocom wird wie oben, nur ohne sudo-Kommando, gestartet:

picocom -b 115200 /dev/ttyUSB0

Die Bedeutung der Parameter ist oben beschrieben.

Ist das Terminal gestartet, kommen normalerweise ein paar Bootmeldungen. Sollte man nichts sehen, drückt man einfach einmal ENTER, dann sollte der Login auftauchen:

gnublin login:

Das Terminal kann man mit einer der folgenden Tastenkombinationen wieder beenden:

strg + a + x
strg + a + q


gtkterm (grafische Anwendung)

Installieren Sie gtkterm wie Sie es gewohnt sind entweder über die Softwareverwaltung oder über das Terminal mit dem folgendem Befehl.

sudo apt-get install gtkterm

Starten Sie gtkterm und stellen Sie über Configuration -> Port, den Port auf /dev/ttyUSB0 und die Baude Rate auf 115200. (siehe nachfolgende Abbildung)

Gtk term.png

Weiter geht es hier mit dem der ersten Beispielanwendung.

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